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HPV-Impfung auch für Jungen im Alter von 9-14 Jahren empfohlen:

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat in ihrer 90. Sitzung am 5. Juni 2018 eine Empfehlung für eine Standardimpfung gegen Humane Papillomviren (HPV) bei Jungen im Alter zwischen 9 und 14 Jahren ausgesprochen. Infektionen mit HPV sind sowohl bei der Frau als auch beim Mann sehr verbreitet und es wird davon ausgegangen, dass HPV-Infektionen zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen gehören. Die meisten sexuell aktiven Menschen infizieren sich mindestens einmal im Leben mit HPV. Diese Infektionen können bleibender Art sein und über Krebsvorstufen zu Plattenepithelkarzinomen im Anogenitalbereich, oder in der Mundhöhle und im Rachen führen.

Frauen sind hauptsächlich in Form des Gebärmutterhalskrebses betroffen, der zu nahezu 100% mit HPV ursächlich in Verbindung gebracht wird. Bereits seit 2007 wird die HPV-Impfung für Mädchen empfohlen mit dem Ziel, die Neu-Entstehung von Gebärmutterhalskrebs maßgeblich zu reduzieren. Werden nun auch Jungs geimpft, so geschieht dies einerseits im Interesse, die Jungen selbst vor einer Infektion und den, wenn auch bei Männern nicht so häufigen, dann aber sehr weitreichenden Folgen zu schützen. Andererseits kommen diese Jungen (und deren Eltern) einer wichtigen gesellschaftlichen Verantwortung nach, wenn sie sich impfen lassen. Schließlich dürfte der Schutz der Mädchen, Frauen und Mütter im ureigenen Interesse der späteren Ehe- oder Lebenspartner liegen.

Bis der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) über die Empfehlung der STIKO entschieden hat, übernehmen einzelne gesetzliche Krankenversicherungen bereits jetzt die Kosten für die Impfung bei Jungen. Informieren Sie sich bei Interesse bitte bei Ihrer Krankenversicherung. Bei Mädchen ist dies bereits seit längerem eine Kassenleistung und für die Patientin kostenfrei.

Die Impfung ist gut verträglich. Schwere unerwünschte Ereignisse wurden in den Zulassungsstudien nicht beobachtet. Ob Gegenanzeigen bestehen, muss im individuellen Fall mit Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt geklärt werden. Wird die Impfung im Alter von 9-14 Jahren durchgeführt, so sind bei Jungen, genau wie bei Mädchen, zwei Impfungen im Abstand von mindestens 5 Monaten erforderlich.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Fragen zur HPV-Impfung für Mädchen und Jungen haben.

TL,DR: Die HPV-Impfung ist gut verträglich und wird von der Ständigen Impfkommission für Jungen und Mädchen im Alter von 9-14 Jahren empfohlen. HPV-Infektionen können die Entstehung von einigen Krebsarten (insbesondere Gebärmutterhalskrebs) begünstigen. Die Impfung trägt zu einer Risikoreduktion bei. Während bei Mädchen die Impfung eine Kassenleistung ist, übernehmen derzeit nur einige gesetzliche Krankenversicherungen die Kosten bei Jungen. Eine Ausweitung ist hier aber zu erwarten.


Warum kriege ich keinen Termin?

Liebe Besucherin, lieber Besucher unserer Website,

jede Frau ist in unserer gynäkologischen Praxis als Patientin herzlich willkommen!

Wir möchten hier einmal um Ihr Verständnis bitten, wenn wir trotzdem manchmal Terminwünsche nicht erfüllen können, besonders dann, wenn es um eine Neuaufnahme in unsere Praxis geht. Wenn Sie sich entschließen, uns Ihr Vertrauen zu schenken, dann erfüllt uns das mit Stolz und Freude, und wir werden alles daran setzen, dieses Vertrauen nicht zu enttäuschen. Vertrauen bedeutet aber auch ein hohes Maß an Verantwortung, der wir nur dann gerecht werden können, wenn wir über viele Jahre hinweg in der Lage sind, Ihnen als unserer Patientin dann Zeit zu widmen, wenn Sie uns brauchen. Wir möchten unseren Patientinnen nicht nur verlässlich planbare Termine zur Vorsorge, sondern auch dringende Termine zeitnah und im Notfall auch sofort Termine anbieten können. Unser unverrückbares Ziel ist es, nicht nur bei jedem einzelnen Termin, sondern auch auf lange Sicht die bestmögliche medizinische Versorgung sicher zu stellen. Leider können wir unsere Kapazitäten aus verschiedenen Gründen nicht einfach ausweiten, sodass wir uns im Zielkonflikt zwischen bestmöglicher Medizin und der Aufnahme neuer Patientinnen manchmal, wenn auch schweren Herzens, für die Versorgungsqualität entscheiden müssen. Wir hoffen, dass Sie unsere Sichtweise nachvollziehen können und bedanken uns für Ihr Verständnis.

Ihre Frauenarztpraxis Dankersen


Die individuellen Gesundheitsleistungen oder: “Warum muss ich für manche Leistungen bezahlen, obwohl ich krankenversichert bin?”

Die Individuellen Gesundheitsleistungen bereiten immer wieder Sorgenfalten nicht nur bei Patientinnen sondern auch bei unseren Ärztinnen. Wir möchten Ihnen als unserer Patientin an dieser Stelle gerne erläutern, was es mit diesen Leistungen auf sich hat, damit unser vertrauensvolles Verhältnis, das uns ein hohes Gut und Grundlage unserer Behandlung ist,  nicht ohne Not beschädigt wird.

Wer entscheidet eigentlich welche Leistungen von den gesetzlichen Krankenversicherungen übernommen werden?

Zuständig hierfür ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), das höchste Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung im Gesundheitswesen Deutschlands. Er ist durch den Gesetzgeber beauftragt, in vielen Bereichen über den Leistungsanspruch der Solidargemeinschaft von etwa 70 Millionen in Deutschland gesetzlich krankenversicherten Menschen rechtsverbindlich zu entscheiden. Rechtsgrundlage der Entscheidungen des G-BA ist das Sozialgesetzbuch fünf (SGB V). Das SGB V schreibt vor, dass Leistungen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) „ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich“ sein müssen. Nach § 12 SGB V dürfen sie „das Maß des Notwendigen nicht überschreiten“ (Wirtschaftlichkeitsgebot). Zudem verlangt das Gesetz, dass der diagnostische oder therapeutische Nutzen, die medizinische Notwendigkeit und die Wirtschaftlichkeit von Leistungen nachgewiesen sein müssen, bevor sie Bestandteil des GKV-Leistungskataloges werden können.

Damit setzt der Gesetzgeber u.a. den Leistungserbringern, also uns Ärzten und Ärztinnen klare Grenzen aus denen folgt, dass nicht für alles, was technisch durchführbar ist, auch die Kosten übernommen werden. Nun ist aber die Tatsache, dass ein diagnostischer oder therapeutischer Nutzen nicht nachgewiesen ist, nicht gleichbedeutend damit, dass es einen solchen Nutzen nicht gibt. Manchmal fehlt schlicht eine belastbare Datenlage und in der Vergangenheit gab es immer wieder Leistungen, die als IGel- Leistungen begonnen haben und später in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherungen aufgenommen wurden (z.B. HPV Impfungen bei Jungen).

An dieser Stelle können Ärztinnen und Ärzte ansetzen und Angebote machen, die über den Leistungsanspruch der gesetzlichen Krankenkassen hinausgehen. Das können im gynäkologischen Bereich z.B. Ultraschalluntersuchungen zur Krebsvorsorge oder in der Schwangerschaft sein, verschiedene laborchemische Methoden zur Pränataldiagnostik, Tests auf Blut im Stuhl bei unter 50 Jährigen und andere Labortests.

Wie gehen wir in der Frauenarztpraxis Dankersen mit diesem Thema um?

Grundsätzlich bieten wir nur individuelle Gesundheitsleistungen an, die wir in ihrem Kern für sinnvoll halten oder die, wie zusätzliche Ultraschalluntersuchungen in der Schwangerschaft, nicht krankeitsbezogen sind und vielmehr dem ausdrücklichen Wunsch der Patientin nachkommen (Stichwort “Babyfernsehen”).

Im Interesse der Solidargemeinschaft (das sind wir alle) halten wir uns streng an die Vorgaben des G-BA, in dem wir gegenüber ihrer Krankenversicherung keinen Leistungsanspruch vortäuschen, der nicht besteht. Sie dürfen jedoch absolut sicher sein, dass wir bei Hinweisen auf eine Erkrankung jede erforderliche Untersuchung durchführen, und Ihnen diese niemals ungerechtfertigterweise in Rechnung stellen werden. Wenn wir unsererseits eine Untersuchung nicht veranlassen, dann muss sie aus unserer fachärztlichen Sicht auch nicht gemacht werden. Sie kann aber dennoch im individuellen Fall einem über das normale Maß hinausgehenden Sicherheits- oder Informationsbedürfnis einer Patientin nachkommen. In diesen Fällen unterstützen wir Sie gerne, müssen Ihnen aber hierfür, da nicht unerheblich Ressourcen der Praxis in Anspruch genommen werden (hoher Zeitaufwand, Einsatz von Geräten, Laborkosten, ärztliche Qualifikation) die Kosten in Rechnung stellen. Wir betrachten diese Leistungen lediglich als Angebot. Daher verlangen wir von Ihnen ausdrücklich keine unterschriebene Ablehnungserklärung. Und schließlich dürfen Sie sicher sein, dass sie uns als Patientin auch dann, und unverändert, herzlich willkommen sind, wenn Sie keine IGel-Leistungen in Anspruch nehmen möchten.


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